Aufbau der modernen Einmalwindel

Die scheinbar schlichte Einmalwindel ist schon zu einem richtigen High-Tech-Produkt geworden und besteht aus mehr als 20 verschiedenen Materialien. Sie lässt sich grob in zwei Teile gliedern. Das Chassis und den Saugkörper.

Aufbau der Windel

Das Chassis

Das Chassis besteht aus:
Name Aufgabe Wichtige Qualitätsmerkmale
Innenvlies Leitet Flüssigkeit von der Haut weg und lässt sie nicht wieder an die Haut heran Weich, hautverträglich, stabil und reißfest
Außenhülle Schützt Kleidung und Wäsche vor Nässe und Verschmutzung und gewährleistet den Austausch von Wasserdampf Atmungsaktiv und extrem reißfest,geräuscharm und formgebend/-haltend
Beinbändchen Dienen der Passform und dem Auslaufschutz Aus synthetischem Gummi (auch bei Latexallergie verwendbar)
Auslaufsperre Weiterer Auslaufschutz Ummantelt mit hautfreundlichem Material
Klettverschlüsse Verschluss der Windel Einfach zum Öffnen und Wiederverschließen; auch mit cremig-öligen Händen

Der Saugkörper

Der Saugkörper moderner Einmalwindeln macht ca. 75% der Windel aus. Er besteht hauptsächlich aus Zellstoff-Flocken und einem hochsaugfähigen Material, das den Urin von der Haut des Babys fernhält, wodurch das Vermischen von Urin und Stuhl weitgehend verhindert wird. Bedingungen, die das Entstehen von Windeldermatitis begünstigen, werden dadurch vermieden.

Der Saugkörper ist das Hauptqualitätsmerkmal der Windel. Seine Aufgaben sind die schnelle Aufnahme und gute Speicherung von Flüssigkeiten sowie die Strukturerhaltung der Windel auch bei Nässe. Ein weiterer High Tech-Aspekt moderner Einmalwindeln liegt in der so genannten Verteilerlage - einer Schicht die dafür sorgt, dass nicht nur dort, wo die Flüssigkeit auf die Windel trifft, sich die Flüssigkeit aufstaut, sondern dass sie über den ganzen Saugkern verteilt und somit optimal ausgenützt wird.