Mutter-Kind-Pass

Mutter-Kind-Pass - Seite 24

Deflexionshaltung
Streckhaltung des Kopfes unter der Geburt. Normalerweise wird der Kopf unter der Geburt zur Brust gebeugt, geschieht dies nicht, spricht man von Deflexionshaltung.

regelwidrige Einstellung
geburtserschwerende Haltung des während der Geburt vorangehenden Kindsteiles (z.B. wenn das Gesicht statt dem Hinterhaupt zuerst in den Geburtskanal eintritt).

Beckenendlage, syn.: Steißlage, Fußlage;
nicht der Kopf sondern das Hinterteil des Babys ist zum Gebärmutterausgang gerichtet und wird zuerst geboren. Diese Lage bedeutet ein größeres Risiko für das Baby vor allem bei Frauen, die ihr erstes Baby bekommen, da der Kopf meist schwerer als das Hinterteil ist und manchmal schwerer "herauskommt".

Querlage
geburtsunmögliche Lage; das Baby liegt quer in der Gebärmutter, eine normale Geburt ist aus dieser Lage nicht möglich.

Vorfall kleiner Kindsteile
Einklemmen von Hand oder Fuß zwischen Kopf bzw. kindlichem Popo und Geburtskanal. Erschwert oder verhindert eine normale Geburt.

Spontangeburt
Geburt ohne besondere Hilfe, vor allem im Gegensatz zur operativen Geburt.

Vacuumextraktion
Geburt mit Hilfe einer Saugglocke

Forceps
Gerät bestehend aus zwei Stahllöffeln, mit dem der Kopf des Babys aus der Gebärmutter herausgezogen werden kann

Sectio (latein.); Kaiserschnitt
Entbinden des Babys durch eine Operation.

EPH Gestose, syn.: Eklampsie
Schwangerschaftserkrankung, bei der die Mutter als Folge einer Gefäßreaktion unter
- Ödemen (Edema),
- Eiweißverlust im Harn (Proteinuria) und
- Bluthochdruck (Hypertension) und das Baby unter Versorgungsschwierigkeiten leidet.
Bei schweren Formen muss die Schwangerschaft vorzeitig durch Kaiserschnitt beendet werden.

Diabetes mellitus (latein.)
Zuckerkrankheit

Graviditätsdauer
Dauer der Schwangerschaft in Wochen, gerechnet vom "ersten Tag der letzten Regel" (= 14 Tage vor der Empfängnis) bis zur Geburt.

Rhesusprophylaxe
Rhesusfaktor-negative Mütter, die ein Rhesusfaktor-positives Kind geboren haben, erhalten nach der Geburt Antikörper gegen den Rhesusfaktor. Diese Antikörper fangen die während der Geburt in den mütterlichen Kreislauf eingedrungenen kindlichen Blutkörperchen ab und verhindern, dass die Mutter Antikörper gegen die kindlichen Blutkörperchen bildet.

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