Das erste Jahr Fieber, Husten, Schnupfen & Co

Infekte des oberen Lufttrakts sind die häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Sie werden praktisch immer durch Viren (Rhino-, RS-, Entero-, Adeno-, Influenza-, Parainfluenzaviren usw.) verursacht und sind – außer bei Komplikationen – unangenehm, aber harmlos. Die Dauer der Erkrankung (Akutsymptome meist nur wenige Tage, Husten auch länger) hängt vom Virus bzw. der aufgenommenen Virusmenge (Viruslast) und anderen Faktoren ab. Komplikationen, vorwiegend durch bakterielle Zusatzinfektion, betreffen den Rachen (eitrige Mandelentzündung), die Ohren (eitrige Mittelohrentzündung), seltener die Lunge (eitrige Bronchitis und Lungenentzündung) oder den Magen – Darmtrakt (Durchfall, Erbrechen) und ganz selten den ganzen Körper (z.B. bei Meningo- oder Pneumokokken bedingter Allgemeininfektion (Sepsis)). Im Säuglings- und Kleinkindesalter muss auch ev. ein Harnwegsinfekt ausgeschlossen werden. Im Kindergartenalter sind bis zu 14 Infekte pro Jahr noch normal, die Angst vor „Immunschwäche“ außer bei gehäuften schweren Komplikationen meist unberechtigt.

Die Behandlung ist einfach: genug zu Trinken, nicht zu warme Kleidung, hohes Fieber (über 39°) senken (mit Fieberzäpfchen, z.B. Mexalen®), verstopfte Nasen abschwellen durch Luftbefeuchtung, 0.9% Salzlösung (z.B. Otrisal baby®) oder bei Schlafproblemen abschwellende Nasentropfen (z.B. Nasivin „sanft“®), bei starkem Husten Trinken, ev. Hustensaft oder Hustentropfen (z.B. Prospan®).

Komplikationen erkennt man ev. an einer raschen Verschlechterung des Allgemeinzustands, an Halsschmerzen bzw. Schmerzen beim Trinken, Ohrenschmerzen oder Schmerzen beim Atmen bzw. quälendem, „verhaltenen“ Husten.

Ärztliche Hilfe ist meist nicht notwendig, unabdingbar aber bei unklaren Symptomen, rascher Verschlechterung und bei Komplikationen.