Das erste Jahr Wie sinnvoll ist Fluorprophylaxe?

Fluor ist ein wichtiges Spurenelement, das in Verbindung mit Calcium in den Knochen eingebaut wird. Es macht auch den Zahnschmelz härter und ist - neben regelmäßiger Zahnhygiene und dem Vermeiden von "Zuckerdauerbelastung" - ein wirksamer Schutz gegen Zahnfäule (Karies).

Entdeckt wurde die wichtige Funktion von Fluor in einem bestimmten Gebiet in Texas: die Leute hatten dort - bedingt durch zu große Mengen an Fluor im Trinkwasser - fleckige Zähne aber keine Karies (Texas teeth). Diese Erkenntnis wurde für die Fluorprophylaxe in Gebieten, in denen das Trinkwasser zu wenig Fluor enthält, verwendet.

Ab dem 3.-6. Lebensmonat sollten alle Babies in Gebieten mit wenig Fluor im Trinkwasser (z.B. Wien) täglich 1/4 mg Fluor (z.B. eine Zymafluor® 0.25 mg Tablette) als Kariesprophylaxe erhalten. Dies führt zu keinerlei Nebenwirkungen (Zahnverfärbung, Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion) oder anderen immer wieder unsachgemäß befürchteten Problemen. Fluorierte Zahncremen wirken lokal, das ist aber ebenso wie das Verwenden von fluoriertem Kochsalz vor allem im Säuglings- und Kleinkindesalter unzureichend.