Das erste Jahr Ist Babyschwimmen gut für Babies?

Eigentlich handelt es sich beim Babyschwimmen nicht um wirkliches Schwimmen, vielmehr geht es um Freude an der Bewegung ohne Schwerkraft, um Freude an der gemeinsamen Aktivität, um spielerische Förderung der psychomotorischen Entwicklung.

Babyschwimmen fördert späteres Schwimmenlernen kaum und ist keine Vorbeugemaßnahme gegen Ertrinkungsunfälle. Es gibt aber auch keine schädlichen Wirkungen, wenn sich das Baby gerne im Wasser bewegt. Infektionen sind bei gesunden Babies nicht häufiger als bei "Nichtschwimmern", übermäßiges Wasserschlucken kommt kaum vor, Angst vor dem Ertrinken ist bei entsprechender Aufsicht unbegründet, da der Tauchreflex ein Eindringen von Wasser in die Luftröhre verhindert. Auch die Gefahr der Unterkühlung ist vernachlässigbar, wenn man sich an einige wichtige Regeln hält: die Wassertemperatur sollte ca. 35°C betragen und das Baby sollte nicht länger als etwa 20 Minuten im Wasser bleiben. Nach dem Schwimmen sollte das Baby gut abgetrocknert werden.

Natürlich gelten die üblichen Einschränkungen wie akute Erkrankungen, Angst vor Wasser usw. Inwieweit Babies mit chronischen Erkankungen oder Behinderungen am Babyschwimmen teilnehmen können, sagt Ihnen im Zweifelsfall gerne Ihre KinderärztIn.

Wenn also Eltern und Baby Freude am "Babyschwimmen" haben und keine "Leistungsansprüche" gestellt werden, ist Babyschwimmen mit entsprechender Anleitung ab dem 3. Lebensmonat praktisch uneingeschränkt empfehlenswert. Angebote gibt es fast überall, in Wien bieten mehrere städtische Schwimmbäder und private Institutionen Babyschwimmkurse an. Auch in den Bundesländern gibt es entsprechende Aktivitäten. Über einen Ausbildungsstandard für Babyschwimm(lehrerInn)en wird diskutiert.

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