Hauptsächlich durch individuelles, "zwangloses" aber auch gezieltes Sprachangebot und Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse: intensive "Plauder- und Geräusch(viertel)stunden" mit dem Baby, einfache Bilder anschauen und benennen, ab dem zweiten Lebensjahr auch immer wieder Erzählen, Vorlesen, "Konversation". Immer wieder zu Experimenten ermutigen und rücksichtsvolle, "sanfte" Korrekturen, nicht "belehren ".
Kinder können – auch wieder in Abhängigkeit von der individuellen Sprachbegabung und vom Angebot – mehrere (bis zu 4) Sprachen parallel erlernen, wobei vor allem in den ersten Lebensjahren die Fähigkeit zum "spontanen " Erlernen einer neuen Sprache besonders ausgeprägt ist. Dabei ist wichtig, dass möglichst eine Bezugsperson einer Sprache zugeordnet wird (z.B. Mutter deutsch, Vater englisch, spanisch etc.). Theoretisch können Eltern auch eine Nichtmuttersprache "konsequent" anwenden; solche Experimente erscheinen üblicherweise aber etwas mühsam und sind beim Angebot bilingualer Kindergärten und Schulen nicht unbedingt notwendig.
Zunächst ist es wichtig zu wissen, ob Ihr Kind normal hört. Durch das (leider noch nicht flächendeckende)
Neugeborenen Hörscreening sollten angeborene Hörstörungen seltener über längere Zeit unentdeckt bleiben, aber auch Infekte mit chronischem Mittelohrerguss können über längere Zeiträume zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens (und damit der Sprachentwicklung) führen.
Ein konstantes Nichtreagieren auf sprachliches Kommunikationsangebot sollte Sie alarmieren!
Das
Nichterreichen der geschilderten "Meilensteine" (erste Worte bis 18 Monate, danach keine oder nur sehr zögernde sprachliche Weiterentwicklung wie z.B. wenige "Einwortsätze" mit 3 Jahren) sollte Sie ermutigen, Ihren
Kinderarzt zu
fragen, ob alles in Ordnung ist.
Artikulationsschwierigkeiten (z.B. schlampige Aussprache, Probleme bei r, s, k usw.), Grammatikfehler, eigene "Sprachschöpfungen" (insbesondere bei Zwillingen) gehören zur normalen Entwicklung, sollten sich aber laufend "hörbar" bessern.
S- und Sch-Fehler ("Sigmatismus", "Schetismus") gehören bis zum 4. Lebensjahr, R-Fehler eventuell bis zum 6. Lebensjahr dazu. Bei Zweifeln fragen Sie am besten Ihren Kinderarzt oder suchen Rat bei einem
Logopäden (
http://www.logopaedie.at).
Sprachentwicklung