Ab dem zweiten Jahr FSME

FSME (Frühsommer Meningo Encephalitis), eine Infektionserkrankung, die zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung führen kann. Sie wird hervorgerufen durch ein kleines RNA Virus, das in einer zentraleuropäischen und ostasiatischen Variante vorkommt und vorwiegend mittels Zeckenstich übertragen wird.

Die Inkubationszeit beträgt etwa eine Woche (3-28 Tage), dann können grippeähnliche Symptome (Fieber, Gliederschmerzen, Durchfall) und nach einem beschwerdefreien Intervall von etwa 8 Tagen Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörung, Krämpfe usw. als Zeichen der Entzündung im Zentralnervensystem auftreten. Die Erkrankung kann tödlich oder mit schweren Langzeit- oder Dauerfolgen enden. Es gibt keine Therapie gegen die Erkrankung, die früher durchgeführte vorbeugende Immunglobulingabe ist unwirksam. Die gut verträgliche Impfung schützt vor der Infektion.

FSME Impfung

Guten Schutz gegen FSME bietet die nebenwirkungsarme (Lokalreaktionen) Impfung mit einem Totimpfstoff (FSME immun® bzw. Encepur®). Die Impfung kann ab dem 10.-12. Lebensmonat durchgeführt werden. Kinder bis zum 12. Lebensjahr erhalten die halbe Impfdosis.

Das Impfschema sieht zwei Teilimpfungen im Abstand von einem Monat und eine 3. Impfung nach einem halben bis einem Jahr vor. Auffrischungen werden nach der 3. Teilimpfung im Abstand von 3 Jahren, danach im Abstand von jeweils 5 Jahren empfohlen. Nach mehrfacher Impfung empfiehlt sich eventuell eine Titerbestimmung, die über eine Verlängerung des Auffrischungsintervalls entscheidet.