Die ersten Tage Bilirubin

Der gelbe Blutfarbstoff Bilirubin muss in den Leberzellen durch chemische Verbindung mit Glukoronsäure wasserlöslich gemacht werden. Dann erst kann er mit Galle, Stuhl und Harn ausgeschieden werden.

In den ersten Lebenstagen erfolgt diese Umwandlung oft zu langsam, da mehr rote Blutkörperchen abgebaut werden müssen als bisher üblich und die Leber Zeit braucht um sich an diese Aufgabe anzupassen. Zusätzlich können bestimmte Hormone, die in der Muttermilch enthalten sind, die Umwandlung verzögern.

Zuviel Bilirubin entsteht,

  • wenn viel roter Blutfarbstoff anfällt (z.B. vermehrter Abbau von roten Blutkörperchen bei Rhesusunverträglichkeit, Blutergüssen usw.),
  • wenn die Koppelung an Glukuronsäure zu langsam erfolgt (was nach der Geburt normal ist) oder
  • (selten) die Galle nicht in den Darm abfließen kann (Gallengangsatresie).

Ikterus gravis
Neugeborenengelbsucht