Die ersten Tage Warum Hörscreening?

Hören Angeborene Hörstörungen sind nicht so selten: 2 von 1000 Kindern werden mit einer beidseitigen dauerhaften Hörstörung geboren. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf die soziale und emotionale Entwicklung.

Hörtests können schon bei Neugeborenen einfach und ohne Belastung des Babys durchgeführt werden. Deshalb werden Suchtests (Screeningtests) angeboten, um angeborene Hörstörungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Je später eine Hörstörung erkannt wird, desto geringer ist und bleibt der Wortschatz und die Kommunikationsfähigkeit. Wird hingegen eine Hörstörung noch im ersten Lebenshalbjahr entdeckt und behandelt, so entwickeln sich Spracherwerb und Sprachverständnis weitgehend normal.

Ursachen von Hörstörungen

Ursachen von Hörstörungen sind

  1. Schalleitungsstörungen - die Leitung des Schalls durch das Mittelohr zum Innenohr ist gestört, diese Störung tritt meist im Zusammenhang mit Mittelohrentzündungen auf und ist meist gut behandelbar.
  2. Sensorineurale Störungen - also Störungen, die die Signalverarbeitung und -leitung im Gehirn betreffen. Diese sind meist durch eine angeborene Fehlbildung oder eine später erworbene Schädigung des Innenohres, seltener durch eine Schädigung des Hörzentrums oder der Nervenleitung dorthin bedingt.
    Diese Probleme können nur schwer oder gar nicht behoben, die Kommunikationsfähigkeit aber durch Förderung wesentlich gebessert werden.

Risikofaktoren für Hörstörungen

Risikofaktoren für Hörstörungen sind (siehe auch Mutter-Kind-Pass, S. 38):
  • Hörstörungen, die bei Familienmitgliedern bereits sehr früh aufgetreten sind
  • Infektionen oder Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft
  • Auffälligkeiten im Gesicht oder an den Ohren
  • Frühgeburt, starke Neugeborenengelbsucht, längerdauernde Intensivbehandlung im Neugeborenenalter
  • Häufige und langdauernde Ohrenentzündungen, Hirnhautentzündung, Schädelverletzungen
  • Antibiotikabehandlung (z.B. Aminoglykoside)


Hörtests