Hinweise für eine Hörstörung können sein:
- Nichtaufwachen bei plötzlich auftretendem Lärm.
Die meisten Babies schlafen allerdings auch bei Lärm recht gut.
- Mangelnde Reaktion auf Geräusche:
- Im ersten Lebenshalbjahr
- sollte ein Baby zumindest gelegentlich auf plötzlich auftretenden Lärm mit
Körperbewegungen, Schreien oder sonstigen Äußerungen reagieren und
versuchen, Geräusche nachzumachen. Ein Baby sollte sich in diesem Alter gelegentlich
auch durch Zusprechen allein beruhigen lassen bzw. mit 4-6 Monaten den Kopf in die Richtung
einer bekannten Stimme wenden.
- Im zweiten Lebenshalbjahr
- sollte ein Baby "plaudern", aufgefordert auf bestimmte Personen zeigen und mit etwa 12 Monaten einfache Aufforderungen verstehen und befolgen (z.B. "winke-winke").
| Wenn Sie glauben, dass Ihr Baby nicht gut hört, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt/Ihre Ärztin, die Sie gerne beraten wird. |
Es gibt verschiedene Methoden, das Hörvermögen eines Babys zu testen:
Verhaltenstests
prüfen die Reaktion auf Töne, Geräusche, Musik und Sprache. Diese Tests sind altersabhängig unterschiedlich aussagekräftig
Physiologische Tests
überprüfen die Hörfunktion durch Messen von Nervensignalen oder Gehirnströmen.
- Otoakustische Emissionen (OAE) erfassen Nervensignale, die während einer Stimulation mit leisen Tönen vom Innenohr an den Hirnstamm gesandt werden. Dieser Test ist auch bei wachen Neugeborenen ganz einfach durchführbar und wird als Screeningtest (Suchtest) verwendet.
- Akustisch evozierte Potentiale (AEPs) erfassen die Reaktion des Hörzentrums auf bestimmte Geräusche.
Hörscreening