Die ersten Tage Über das richtige Stillen

Stillen fördert das Kennenlernen und die Bindung zu Ihrem Kind und hilft bei der Rückbildung der Gebärmutter.

Muttermilch steht immer zu Verfügung, ist auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt, hat die ideale Zusammensetzung, ist leicht verdaulich und enthält kein Fremdeiweiß. Sie versorgt das Kind mit wertvollen Abwehrstoffen, die es vor Krankheiten schützen, und ist immer richtig temperiert, spart Kosten und ist umweltfreundlich.

Brustpflege früh beginnen
Mit der Brustpflege und "Abhärtung" der Brustwarze sollte schon ca. 2-3 Wochen vor der Geburt begonnen werden. Sanftes, kreisendes Bürsten der Brüste mit anschließender Hautpflege mittels Öl – es eignen sich Babyöl, Feuchtigkeitslotion, normale Körperlotion, etc. - hält die Haut dehnbar und geschmeidig. Die Brustwarzen selbst kann man auf das Stillen mit einer Zitrone vorbereiten: eine halbierte Zitrone wird mit leicht kreisenden Bewegungen auf die Brustwarze aufgesetzt - diese Vorbereitung durch die Säure der Zitrone soll dem Wundlutschen durch den sauren Speichel des Babys vorbeugen.

Nach der Geburt
Beginnen Sie mit dem Stillen so bald wie möglich nach der Geburt und versuchen Sie, Ihr Kind anzulegen. Das ist nicht nur für Sie sondern auch für Ihr Kind neu. Setzen oder legen Sie sich entspannt hin. Das Baby liegt mit seinem Bauch an Ihrem, das Köpfchen ist ein wenig nach hinten gebeugt, die Nase bleibt frei. Die meisten Säuglinge beginnen zu suchen und schließlich zu saugen, sobald sie die Brustwarze an ihrer Wange spüren. Wichtig ist, dass das Neugeborene die Brustwarze findet und mit dem Mund richtig aufnehmen kann, dann kann es durch den angeborenen Saugreflex zu saugen beginnen.

Um richtig saugen zu können, muss das Baby die Brustwarze richtig im Mund haben, und zwar die ganze Brustwarze mitsamt dem Warzenvorhof, der dunkle Ring, der sie umgibt. Ist dies nicht der Fall, kann das Baby kein Vakuum zwischen seiner Zunge und dem weichen, hinteren Teil seines Gaumens erzeugen.

Das Baby sollte so lange wie möglich an der ersten Brust saugen, bevor es zur anderen wechselt.

Die Menge der produzierten Milch hängt davon ab, wie häufig das Baby gestillt wird. Geben Sie bei jedem Stillen beide Brüste. Damit gehen Sie sicher, dass Ihr Baby alle Milch bekommt, die zur Verfügung steht. Gleichzeitig regen Sie auf diese Weise Ihre Milchproduktion an.

Geben Sie dem Kind zusätzlich Flaschenmilch, wird es schneller satt und verliert die Lust zu saugen. Die Flasche kann das Baby verwirren, da die Saugtechnik bei Brust und Flasche nicht die gleiche ist. Braucht Ihr Baby extra Flüssigkeit, geben Sie ihm abgekochtes Wasser oder Fencheltee.

Mutter und Baby brauchen zum Stillen Zeit und Ruhe. Das Stillen klappt nicht, wenn die Mutter nervös, gestresst oder überängstlich ist.

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