Was tun bei Problemen?
Milchstau und Brustentzündung kündigen sich durch ein unangenehmes Spannungsgefühl oder verhärtete Knoten in den Brüsten an. Gerötete Haut und plötzlich auftretendes hohes Fieber weisen auf eine Mastitis hin. In solchen Fällen sollte das Kind häufiger angelegt werden, um die Brust zu entleeren. Am besten, man nimmt zuerst die schmerzende Brust.
Erleichterung verschaffen warme Kompressen, die man vor dem Stillen auflegt, Heißwasserkompressen, die auf die mit Milchbildungsöl einmassierte Brust gelegt werden, Rotlichtbestrahlungen oder das Ausstreichen der Milch beim Duschen unter warmen Wasser.
Wird mit Wärme keine Besserung erzielt, helfen kalte Topfenwickel. Hören die Beschwerden nicht auf und wird das Fieber stärker, muss der Arzt aufgesucht werden. Meist ist dann eine Antibiotikatherapie notwendig.
Homöopathische Arzneimittel sind in solchen Situationen immer Pulsatilla und Bryonia. Erstere wird dann richtig sein, wenn alles gestaut ist: die seelische Situation der Frau, die Milch, der Wochenfluss und wohlmöglich auch noch die schmerzhaften Krampfadern. Unter Pulsatillawirkung werden Fröhlichkeit und Milchfluss wieder einkehren. Bryonia wird dann die richtige Arznei sein, wenn die Brust knotig und jegliche Berührung für die Frau mit Schmerzen verbunden ist.
Wunde Brustwarzen
Sollte die Brustwarze wund geworden sein, empfiehlt sich eine Punktmassage der Brustwarze (zur Durchblutungsförderung), Eichenrindentee, Brustwarzenschoner, gutes Anlegen und Positionieren sowie Rotlicht. Heilsalbe (z.B. Pantothen) sollte nur dünn aufgetragen werden, da die Haut davon weich und empfindlich wird.
Milchbildungsöl
Ringelblume in Mandelöl und die Essenzen: Anis, Fenchel, Karottensamen, Koriander, Kreuzkümmel, Lavendel extra und Rose.
Korrektes Anlegen
Unterstützen Sie die Brust mit Ihrer freien Hand.
Der Mund des Babys soll auf Höhe der Brustwarze sein. Stimulieren Sie nun die Lippen des Babys mit der Brustwarze. Dies löst den Suchreflex aus. Wenn der Mund weit geöffnet ist, ziehen Sie das Babyköpfchen an sich heran, so dass es die Brustwarze und einen großen Teil des Brustgewebes zu fassen bekommt.
Ein schlecht angelegtes Baby saugt nur an der Brustwarze, macht sie wund und bekommt kaum Milch. Ein gut angelegtes Baby hat viel Brustgewebe erfasst, kann die Brust gut leeren, verursacht kein Wundwerden und gedeiht.