Die ersten Wochen Nabelschnurrest

Nabelschnurrest Die für die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Babys im Mutterleib so wichtige Nabelschnur wird nach der Geburt nicht mehr benötigt und abgeklemmt.

Der verbleibende Nabelschnurrest trocknet langsam ein und fällt im allgemeinen um den 10. Lebenstag von selbst ab, dann dauert es noch einige Tage, bis die Haut vom Nabelrand zur Mitte wächst und schließlich den ganzen Nabelgrund bedeckt.

Bis dahin sollte der Nabelschnurrest möglichst trocken gehalten werden.
Wenn der Nabelschnurrest abfällt, können normalerweise Blutspuren auftreten, die von den Blutresten der in der Nabelschnur verlaufenden drei Blutgefäße stammen. Keine Angst, es besteht keine Verblutungsgefahr!

Nabelschnurrestpflege

Nabelschnurrest einpudern Für die Pflege des Nabelschnurrests genügt es, bei jedem Wickeln den Nabelschnurrest mit Puder (antibiotischer Puder, z.B. Baneocin® Puder oder Milchzucker) einzustäuben und Puderkrümel zu entfernen.

Puderkrümel wirken als "feuchte Kammer", dadurch wird der Nabelschnurrest "schmierig", was das Entstehen von Infektionen begünstigt.

Ob der Nabelschnurrest innerhalb oder außerhalb der Windel liegt, ob ein Mulltupfer um den Nabelschnurrest gewickelt wird, ob die Nabelklemme nach dem zweiten Lebenstag entfernt wird oder nicht, ist Ansichtssache und verändert nicht das Ergebnis.

Auch kurzes Baden ist erlaubt, wenn der Nabelschnurrest danach gut abgetrocknet und mit Puder eingestäubt wird.

Nabelschnurrest begutachten lassen

Sie sollten Ihre Ärztin/Ihren Arzt möglichst rasch konsultieren, wenn die Nabelumgebung stark gerötet und deutlich wärmer erscheint und das Baby Fieber bekommt, weil das ein Hinweis für eine Nabelinfektion sein kann.


Sie sollten ebenfalls Ihre Ärztin/Ihren Arzt aufsuchen, wenn

  • Sie mit der Nabelpflege nicht zurechtkommen oder
  • sich nach dem Abfallen des Nabelschnurrests ein kleines Knötchen (Lexikon Nabelgranulom) bildet oder
  • der Nabel nässt.