Die ersten Wochen Wie gefährlich ist der plötzliche Kindstod?

Unter dem plötzlichen Kindstod (sudden infant death syndrome, SIDS) versteht man den plötzlichen Tod eines Säuglings, bei dem trotz genauer Untersuchung weder irgendwelche Vorzeichen noch eine klare Todesursache gefunden werden können.

Die Ursache ist unbekannt, der plötzliche Kindstod also nicht verhinderbar.

Man weiß, daß weniger als 1/1000 Kindern betroffen sind, Buben etwas häufiger als Mädchen, daß SIDS in den Wintermonaten bzw. im 2.-4. Lebensmonat häufiger auftritt, und daß es verschiedene Risikofaktoren gibt:

  • Geschwister, die bereits am plötzlichen Kindstod verstorben sind
  • Frühgeborene, die vor der 33. SSW bzw. mit einem Geburtsgewicht unter 1700g geboren wurden
  • Kinder, bei denen ein plötzlicher Atemstillstand oder Blauwerden beobachtet wurde (ALTE = apparent life threatening event)
  • verschiedene Faktoren, die von der Mutter abhängen, wie Gesundheitsprobleme in der Schwangerschaft, Rauchen, Drogenmißbrauch
  • Schlafen in Bauchlage, zu warm angezogen oder auf einer zu weichen Unterlage

Vorbeugende Maßnahmen

Als vorbeugende Maßnahmen werden daher empfohlen:

  • rauchfreie Umgebung besonders während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr
  • Schlafen in Rücken- oder Seitenlage
  • Stillen, wenn möglich
  • das Baby vor Überwärmung schützen
  • Heimmonitoring, also Dauerüberwachung der Herz- und Atemtätigkeit zuhause, wird nur für Kinder mit nachgewiesen besonders großem SIDS-Risiko empfohlen, da Heimmonitoring auch eine Belastung für Eltern und Kinder darstellt und auch keinen 100% Schutz vor dem plötzlichen Kindstod bieten kann.


weiterführende Websites:
http://www.sids.at/
http://www.sids.org/ (in engl. Sprache)