Die ersten Wochen Warum entsteht eine Windeldermatitis?

Verschiedene Einflüsse können die zarte Babyhaut schädigen: physikalische Reize (Reiben, Überfeuchtung) beeinträchtigen die Unversehrtheit der Haut, chemische Reize verändern den Säuremantel und damit den natürlichen Hautschutz.

Aus dem mit dem Harn ausgeschiedenen Harnstoff wird hautreizender Ammoniak abgespalten. Die Folge sind Besiedelung durch aggressive Bakterien und Pilze (meist Candida albicans) und eine entsprechende Reaktion der Körperabwehr, also Windeldermatitis (Hautentzündung im Windelbereich): Rötung, Flecken, Knötchen, Pusteln, schuppende Wunden, die manchmal auch narbig abheilen.

Roter Popo, was tun?

roter Popo Bei geröteter Haut ist häufiger Windelwechsel sowie das Auftragen von Schutzcremes, entzündungshemmenden Salben oder Pasten auf Vaseline-, Wollfett-, Paraffinöl oder Wachsbasis zu empfehlen.

Bei stärker beeinträchtigter Haut ist in der Mehrzahl der Fälle eine sich rasch ausbreitende Pilzinfektion am Entstehen dieser Probleme beteiligt. Diese Infektion muss mit lokaler antimykotischer, (z.B. Daktarin®- oder Candio Hermal soft Creme®), gelegentlich auch antibakterieller Therapie (z.B. Refobacin Salbe®) nach ärztlicher Anordnung behandelt werden. Bei gleichzeitig auftretenden Anzeichen einer Pilzinfektion der Mundschleimhaut (weißliche, nicht abstreifbare Beläge) sollte auch ein orales Antimycoticum (z.B. Mycostatin oral®) mehrmals täglich verwendet werden. Sind die Zeichen der Pilzinfektion im Windelbereich verschwunden, sollten zur Nachbehandlung Schutzcremen oder entzündungshemmende Salben verwendet werden.

Selten sind andere Probleme (z.B. seborrhoische Dermatitis) schuld an hartnäckigen Hautveränderungen im Windelbereich. Diese müssen unbedingt von der KinderärztIn behandelt werden.

Baby Hygiene: Besonderheiten der Babyhaut