Die ersten Wochen Wickeln

Da Babies noch keine willentliche Kontrolle über ihre Harn- und Stuhlausscheidung haben und wir aus verschiedenen Gründen (Tradition, Klima usw.) unsere Babies nicht ständig am Körper tragen und daher auch nicht auf ihre "Entleerungssignale" reagieren können, verwenden wir seit vielen Jahrhunderten Windeln, um Harn und Stuhl aufzufangen.

Wann soll man wickeln?

In den ersten Lebenswochen empfiehlt es sich, das Baby vor dem Füttern zu wickeln, da es sich noch nicht an das Aus- und Anziehen gewöhnt hat, sich dabei aufregt und dann Trost (= erneutes Füttern) benötigt.

Außerdem kann es beim unvermeidlichen Druck auf den Magen leicht Nahrung heraufwürgen.

Man kann das Baby auch wickeln, nachdem es seinen ersten Hunger gestillt hat, das heißt, nachdem es von einer Brust gesaugt hat oder ca. die halbe Flasche leergetrunken hat.

Der Vorteil liegt darin, dass das Baby vor allem, wenn es sehr hungrig ist, rascher zu seiner Nahrung kommt. Außerdem empfiehlt sich das Wickeln "zwischendurch" bei Babies, die während des Fütterns gerne einschlafen.

Ab der 6. Lebenswoche ist es besser das Baby nach dem Füttern zu wickeln, da es meist während des Fütterns in die Hose macht und sich an die Aus- und Anziehprozedur bereits gewöhnt hat.

Wo soll man wickeln?

Im Prinzip kann man überall Windeln wechseln: Wegwerfwindeln, Feucht- und Öltücher erleichtern die Arbeit, sind aber nicht unbedingt budget- und/oder umweltfreundlich.

Zuhause sollten Sie einen Platz haben, wo Sie Ihr Baby sicher (ohne Absturzgefahr) wickeln können und wo Sie auch die nötigen Utensilien (Windelvorrat, Reinigungs- und Pflegemittel, ev. frische Wäsche) griffbereit haben.

Wie soll man wickeln?

Popo reinigen Beim Windelwechsel muss zunächst die Haut von Verunreinigungen gesäubert werden. Dabei werden Stuhlreste zunächst mechanisch entfernt. Anhaftende Stuhlreste werden am einfachsten mit warmem Wasser, eventuell auch mit Babyöl oder Waschlotionen entfernt. Auch adsorptive Reinigungsmittel, also Weizenkleie, Molke o.ä. sind geeignet. Mittel, die den natürlichen Säuregehalt der Haut und die Hautfettschicht beeinflussen, also Seifen (alkalireich) oder Alkohole usw. sind möglichst zu vermeiden.

Für unterwegs empfehlen sich mit Waschlotionen getränkte Vliestücher (Babylotiontücher).

Dabei sollte der Popo vor allem bei Mädchen immer von vorne nach hinten gereinigt werden, um ein Verschmieren von Stuhl im Bereich der Harnröhren- und Scheidenöffnung zu vermeiden (Vorbeugen von Harnwegsinfekten).

Womit soll man wickeln?

Ob Sie Wegwerfwindeln, Stoffwindeln oder Wickelfolien mit Windeleinlagen verwenden, hängt von Ihren Prioritäten ab:

Wickeln mit Wegwerfwindeln Wegwerfwindel sind, wenn man Anschaffungs-, Wasch- und Bügelkosten (sofern gewünscht) berücksichtigt, nicht wesentlich teurer als Stoffwindeln, saugen aber besser, sparen Arbeitszeit und sind ökologisch nicht im Nachteil gegenüber ihren textilen Konkurrenten.

Stoffwindeln oder Strickwindeln benötigen Sie, wenn Sie aus orthopädischer Sicht (Hüftprobleme) breit wickeln müssen. Allerdings können Sie auch die Breitwickeltechnik mit Wegwerfwindeln kombinieren.