Geburt Was ist ein Frühgeborenes?

Die Schwangerschaft dauert bei Menschen ziemlich genau 40 Wochen (gerechnet vom Beginn der letzten Regelblutung). Kommen Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) zur Welt, das sind ungefähr 7% der Kinder, spricht man von einem Frühgeborenen. Früher war die Definition der Weltgesundheitsorganisation bestimmend (Geburtsgewicht unter 2500g), sie ist aber vor allem im Hinblick auf die Risikoabschätzung unpraktisch.

Frühgeborene haben aufgrund der Unreife ihrer Organe ein höheres Risiko für Gesundheitsprobleme. Je unreifer das Baby bzw. je geringer das Geburtsgewicht ist, desto größer ist das Risiko. Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht über 1500g haben praktisch gleich gute Chancen wie Reifgeborene.

Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500g (unter der 32. SSW) gelten als "very low birth weight" und jene unter 1000g (unter der 28. SSW) als "extreme low birth weight". Diese haben auch ein höheres Risiko für Langzeitkomplikationen (z.B. Bewegungs- und Entwicklungsstörungen, Lungenschäden). Mit einem Geburtsgewicht unter 400g (unter der 23. SSW) überleben Frühchen oft nur mit schweren Dauerschäden. Unter der 22. SSW besteht praktisch keine Überlebenschance.

Überlebensrate und –qualität deutlich verbessert
In den letzten Jahren haben vor allem ein besseres vorgeburtliches Management, ein besseres Management der Lungen-, Infektions- und Ernährungsprobleme nach der Geburt (z.B. Surfactanttherapie) und das Vermeiden von Komplikationen der Intensivtherapie durch "sanftes" Management sowohl die Überlebensrate als auch die Überlebensqualität von Frühchen deutlich verbessert.

Risiko für Frühegebore möglichst gering halten
mögliche Probleme bei Frühgeborenen