Kann ein Baby nicht ohne Gefahr auf natürlichem Weg geboren werden, muss die
Gebärmutter von außen eröffnet werden.
Schnittentbindungen werden bei
vorhersehbaren Problemen von Mutter oder Kind geplant oder bei
geburtshilflichen Notfällen akut durchgeführt.
Trotz der Routine mit der heute ein Kaiserschnitt durchgeführt wird, sollte diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen werden, da
- eine "normale" Geburt im allgemeinen besser vertragen wird,
- das "Wiederholungsrisiko" (einmal Kaiserschnitt - wieder Kaiserschnitt) relativ groß ist,
- und die Anzahl der Schnittentbindungen wegen der zunehmenden Gefahr eines Gebärmutterrisses drei oder vier nicht übersteigen soll.
Diese Operation war bis vor 100 Jahren fast immer für die Mutter tödlich und wurde daher nur durchgeführt, wenn es keine Möglichkeit gab, das Leben der Mutter zu retten.
Durch die Fortschritte in der modernen Medizin konnte die Komplikationsrate auf weniger als 1:1000 gesenkt werden.
Heute erfolgen etwa 26% der Geburten in Österreich durch Kaiserschnitt.
Mutter-Kind-Pass Seite 24