Schwangerschaft Haare färben und Nägel lackieren in Schwangerschaft und Stillzeit

Prinzipiell sollten Frauen in der Stillzeit den Kontakt mit Chemikalien meiden.

Das gilt auch für Haarfärbemittel, da diese über die Kopfhaut der Mutter aufgenommen werden können und so auch in der Muttermilch nachweisbar sind. Im Fettgewebe des Säuglings konnten ebenfalls geringe Konzentrationen gemessen werden.

Da jedoch für zahlreiche Wirkstoffe keine ausreichenden Untersuchungen beim Menschen existieren, sollte die Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel eigentlich nicht erfolgen.

Zusätzlich muss man wissen, dass die Haare durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft anders reagieren und die Farbe nicht so vom Haar angenommen wird wie gewohnt.

Tönungen sind oft noch schlechter als Colorationen, da die Pigmente usw. löslicher sind und damit auch leichter von den Haaren runtergewaschen und von der Kopfhaut resorbiert werden können. Die Belastung für das Kind kann also noch größer sein.

Wegen geringerer Aufnahme der chemischen Substanzen wären Strähnchen in der Schwangerschaft grundsätzlich vorzuziehen.

Gegen die Verwendung von Nagellack gibt es keine Einwände.