Schwangerschaft Wie ist das mit der vorbeugenden Einnahme von Folsäure?

Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe und wird für verschiedene Stoffwechsel­prozesse im Körper benötigt.

Mangel an Folsäure kann vor allem während der frühen Entwicklung des Babys (ca. 2. Schwanger­schafts­woche) zu Problemen bei der Entwicklung des Nervensystems und der Wirbel­säule (LexikonNeuralrohrdefekte, Spina bifida) führen: die Entwicklung des Rückenmarks und der von dort ausgehenden Nerven bleibt vorwiegend im Bereich der Lendenwirbelsäule zurück und kann zu Beinlähmungen, Unvermögen Harn und Stuhl zu halten, Harnwegsinfekten, Hirndruckerhöhung, verminderter Intelligenz usw. führen.

Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Spina bifida ist zwar gering (1:10 000), aber angesichts der Vermeidbarkeit und der Schwere der Folgeprobleme wird seit einigen Jahren empfohlen, bereits vor einer möglichen Schwangerschaft und bis zur 8. Schwangerschaftswoche täglich 0,4-0,6 mg Folsäure (z.B. als Folsan® 0,4 mg Tabletten oder als Elevit Pronatal®, enthält 0,8 mg Folsäure) vorbeugend einzunehmen. Überschüssige Folsäure wird einfach mit dem Harn ausgeschieden.