Schwangerschaft Infektionen in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft können Infektionen der Mutter unter Umständen auch das heranwachsende Baby beeinträchtigen.

Dabei gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
  • die Infektion betrifft das Baby direkt, indem die Infektion auf dem Blutweg das Baby erreicht und eine Infektionserkrankung auslöst und
  • Bakterien erreichen die Gebärmutter über den Geburtskanal.

Bei einigen Infektionserkrankungen gibt es eine "gefährliche" Zeit, in der das Baby große Probleme im Zusammenhang mit der Infektion der Mutter bekommen kann, tritt die Infektion zu einem anderen Zeitpunkt ein, ist eine Schädigung des Babys wesentlich unwahrscheinlicher.

Infektionen, die das Baby direkt betreffen

Bakterien gelangen in die Gebärmutter

Wenn Bakterien aus der Scheide über den Gebärmutterkanal zur Fruchtblase gelangen, können sie zunächst eine lokale Infektion verursachen und vorzeitig Wehen oder sogar einen Blasensprung auslösen (dies ist oft die Ursache für eine Frühgeburt). Die Bakterien können aber auch durch die Eihäute in die Fruchblase vordringen und dann zu einer Infektion des Babys führen.

Diese Infektionen sind schwierig zu entdecken, da die beteiligten Bakterien die Mutter zunächst überhaupt nicht stören. Manchmal können routinemäßig abgenommene Bakterienkulturen oder ein "sonderbarer" Ausfluss aus der Scheide auf das Problem hinweisen, manchmal sind vorzeitige Wehentätigkeit oder ein vorzeitiger Blasensprung der einzige Hinweis.

Die weitere Behandlung richtet sich dann nach der Schwangerschaftswoche bzw. der Überlebenschance des Baby bei einer vorzeitigen Geburt.