Schwangerschaft Rauchen in der Schwangerschaft

Unter den auch für das heranwachsende Baby schädlichen Einflüssen sind Rauchen und Alkoholmissbrauch die häufigsten.

Raucher (Männer und Frauen) und sogar Töchter von Raucherinnen haben eine geringere Fertilitäsrate. Bei Rauchern sind Spermienzahl und –funktionsfähigkeit vermindert, bei Raucherinnen treten hormonelle Veränderungen auf, es kommt auch zu Befruchtungs- und Transportproblemen im Eileiter. Auch der Erfolg einer in vitro Fertilisation ist geringer bei Eizellen von Raucherinnen.

In der Schwangerschaft können Schadstoffe aus dem Tabakrauch und vermehrte Konzentrationen an Kohlenstoffmonoxid (CO) über den Mutterkuchen zum Baby gelangen, auch die Funktion des Mutterkuchens, der Placenta, wird gestört. Raucherinnen haben ein erhöhtes Fehlgeburts- und Frühgeburtsrisiko.

Babies von Raucherinnen haben – abhängig von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten - ein um durchschnittlich 200g geringeres Geburtsgewicht, die Größe der Organe und die Lungenfunktion des Babys sind vermindert. Kinder von Raucherinnen sind nach der Geburt unruhiger und trinken schlechter. Es besteht ein doppelt so großes Risiko, am plötzlichen Kindstod zu versterben und ein erhöhtes Erkrankungsrisiko im ersten Lebensjahr im Vergleich zu Kindern von Nichtraucherinnen, insbesondere, wenn nach der Geburt weiter oder wieder in Gegenwart des Kindes geraucht wird. Kinder von Raucherinnen werden später häufiger selbst RaucherInnen.

Natürlich ist es Ihre Entscheidung, ob Sie weiter rauchen wollen oder nicht. Jede Zigarette, die Sie nicht rauchen, fördert Ihre Gesundheit und die Ihres Babys! Es ist daher nie zu spät, das Rauchen aufzugeben! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Praktischen ÄrztIn!

Univ. Prof. Dr. Christian Popow ist Facharzt für Kinder- u. Jugendheilkunde und für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie, Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision (kognitive Verhaltenstherapie) derzeit tätig an der Univ. Klinik für Psychiatrie des Kindes- u. Jugendalters und an der Interdisziplinären Tagesklinik der Univ. Klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde Wien

Spezialgebiete: Sozialpädiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Entwicklungspsychologie, Neonatologie, angewandte Computerwissenschaften
weitere Informationen