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P
Pap-Test
Standardisierte Einfärbung (nach Papanicolao) und mikroskopische Beurteilung eines Abstrichs vom Gebärmutterhals. Beurteilt werden Bakterien und das Aussehen der oberflächlichen Zellen (Epithelzellen).
Mutter-Kind-Pass
Seite 13
persistierendes Foramen ovale
Solange sich das Baby im Mutterleib befindet, kann ein Teil des Blutes aus der rechten Vorkammer des Herzens (unter Umgehung des Lungenkreislaufs) über das Foramen ovale (= ovales Loch; Verbindung zwischen rechter und linker Vorkammer) in die linke Vorkammer fließen. Bleibt diese Verbindung auch nach der Geburt offen, spricht man von einem persistierenden Foramen ovale. Dieses ist klinisch meist unbedeutsam - im Gegensatz zum Vorhofseptumdefekt.
Gründe für auffällige Herzgeräusche

pes abductus
Knickfuß
siehe Fußfehlstellungen

 
pes adductus
Kletterfuß
siehe Fußfehlstellungen

 
Phenylketonurie (PKU)
ist die häufigste angeborene Störung des Aminosäurestoffwechsels. Unbehandelt führt sie zu geistiger und motorischer Entwicklungsstörung und Krampfanfällen. Rechtzeitig eingeleitete und konsequent durchgeführte Diät ermöglicht eine altersentsprechende Entwicklung.
Guthrie-Test

physiologische periphere Pulmonalstenose
beim Neugeborenen sind die Blutgefäße noch sehr dünn, ihr Widerstand relativ hoch, und es kommt leicht zum Auftreten einer turbulenten Strömung im Blutgefäß, die klinisch als auffälliges Herzgeräusch gehört werden kann. Mit dem Wachstum des Babys verschwinden diese Geräusche in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle.

 
Pigmentnaevi
siehe Naevi

 
PKU (Phenylketonurie)
siehe Phenylketonurie

 
Plazenta
Mutterkuchen
Mutter-Kind-Pass
Seite 24
Plazentainsuffizienz
der Mutterkuchen ist so verändert, dass er nicht mehr in der Lage ist, das Baby ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Dieser Zustand kann sich langsam verschlechtern (chronische Plazentainsuffizienz, z.B. durch verminderte Durchblutung, Strukturveränderungen oder Verstopfung von Blutgefäßen) oder plötzlich auftreten (akute Plazentalösung, z.B. bei vorzeitiger Ablösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand).
vorhersehbare Probleme

Plazentalösung
Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand. Vor der Geburt gefährlich für das Baby, nach der Geburt normal.

 
Plazentafunktionsprüfung
Untersuchung der Placentadurchblutung mittels (Doppler-)Ultraschall.

 
Plexusparese
Lähmung eines Teils oder des ganzen Armes durch Zerrung oder Abriss der Armnerven (Plexus brachialis) während der Geburt.

 
Plötzlicher Kindstod (SIDS - sudden infant death syndrome)
Plötzlich, unerwartet und ohne erkennbaren Grund eintretender Tod eines Säuglings. Trifft etwa eines von 1000 Babies, vorwiegend im 3. - 6. Lebensmonat und bevorzugt in den Wintermonaten.
Als Risikofaktoren werden angesehen: Tod eines Geschwisterkindes an SIDS, Frühgeburtlichkeit, Atemstörungen (v.a. Atembehinderung), "Sterbeanfälle" (near-miss SIDS), in weiterer Sicht auch Rauchen der Eltern, Überwärmung, Schlafen in Bauchlage.
Pneumokokken (Streptokokkus pneumoniae)
sind überall vorkommende Bakterien, die gefährliche Infektionen wie Hirnhaut-, Lungen-, Mittelohrentzündung und Sepsis (Blutvergiftung) hervorrufen können. Schwere Infektionen können manchmal mit Dauerschäden oder sogar tödlich enden.

Pneumokokkenimpfung
Seit einigen Jahren wird eine gut verträgliche Impfung angeboten, die zu 80-90% gegen schwere Pneumokokkeninfektionen schützt. Der Nachteil besteht darin, dass die Impfung zusätzlich zur 6-fach Impfung durchgeführt werden muss und dass sie in Österreich derzeit nur für Risikokinder (z.B. Kinder mit chronischen Lungen-, Herz-, Leber-, oder Nierenerkrankungen und für Kinder mit Immundefekten) kostenfrei ist.
Die Pneumokokkenimpfung soll im ersten Lebensjahr bei Beginn im 3. Lebensmonat 3x, bei Beginn ab dem 6. Lebensmonat 2x und zusätzlich im 2. Lebensjahr noch ein weiteres Mal durchgeführt werden.
Bei Beginn im 2. Lebensjahr genügen 2 Impfungen im Abstand von wenigstens zwei Monaten.

Pneumonie(griech.)
Lungenentzündung
Mutter-Kind-Pass
Seite 28
Pneumothorax (griech.)
Luftansammlung zwischen Brustkorb und Lunge, meist eine Beatmungskomplikation
Mutter-Kind-Pass
Seite 28
Polyglobulie
zuviele rote Blutkörperchen; dadurch werden die Fließeigenschaften des Blutes verschlechtert, was zu Blutgefäßverstopfung (Thrombose) und Organmangeldurchblutung führen kann.
Therapie: Aderlass
Mutter-Kind-Pass
Seite 28
Poly-Hydramnion
zuviel Fruchtwasser
siehe Fruchtwasser

 
Portio (vaginalis uteri) (latein.)
der Teil der Gebärmutter, der in die Scheide ragt
Mutter-Kind-Pass
Seite 13
pränatale Diagnostik (latein./griech.); Krankheitsfeststellung vor der Geburt
Ein Zweig der Geburtshilfe, der sich bemüht, kindliche Probleme (Fehlbildungen, Chromosomenstörungen, Gedeihstörungen usw.) bereits in der Schwangerschaft zu erkennen.
Als Untersuchungsverfahren kommen vor allem Ultraschall-, Blut-, und Chromosomenuntersuchungen aus dem Fruchtwasser oder der Placenta zum Einsatz. Routineuntersuchungen umfassen derzeit den Triple-Test sowie Ultraschallkontrollen in der 16. - 20. und in der 30. - 36. Schwangerschaftswoche.
zusätzliche Untersuchungen   Mutter-Kind-Pass
Seite 17 und 20
protrahiert
verlängert bzw. länger dauernd
Mutter-Kind-Pass
Seite 24
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